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Montag, 15. Februar 2016

Das verlorene Gedicht- Deborah Crombie

Hallo meine Lieben,

Deborah Crombies ,,Das verlorene Gedicht" wurde für zahlreiche renommierte Literaturpreise nominiert und ist sozusagen ihr anerkanntestes Werk. Das 5. Buch der Kincaid-James-Reihe umfasst 414 Seiten, wurde 1998 beim Goldmann-Verlag veröffentlicht und zählt zu dem Genre Krimi.


Klappentext

,, Ein tödliches Geheimnis, das um jeden Preis gehütet werden muss...
Superintendent Kincaid wird von seiner Exfrau, der Literaturwissenschaftlerin Vic, gebeten, im Fall der vor fünf Jahren verstorbenen Lyrikerin Lydia Brook zu recherchieren. Sie hat Hinweise gefunden, die wiederlegen, dass die Dichterin Selbstmord beging. Als Vic kurz darauf ermordet wird, zweifelt der erschütterte Kincaid nicht daran, dass seine Exfrau einem Verbrechen auf die Spur gekommen ist. Seine Ermittlungen führen ihn zu einer Clique von Studenten, die in den sechziger Jahren in Camebridge studierten. Doch welch tödliches Geheimnis hütet die Gruppe bis heute?"

Inhalt

Die frische Beziehung zwischen Superintendent Kincaid und Sergeant James wird auf eine Probe gestellt, als sich plötzlich aus heiterem Himmel Kincaids Exfrau Vic meldet, die nach all den Jahren ein Anliegen hat, das sie nur mithilfe von Kincaid lösen kann. Doch durch die zahlreichen Recherchen und ihrer Hartnäckigkeit bewegt sich die Literaturwissenschaftlerin Vic auf dünnem Eis und ahnt nicht, dass der wahre Übeltäter schon längst davon Wind bekommen hat und um jeden Preis verhindern will, dass die Leichen aus dem Keller geholt werden.

Charaktere

Superintendent Duncan Kincaid: Im Moment scheint für Duncan alles perfekt zu sein: sein Job und seine Beziehung zu Gemma könnten nicht besser laufen, wäre da nicht der Anruf seiner Exfrau Vic, die ihn vor Jahren ohne Grund einfach so verlassen hat. Ihn plagen Gewissensbisse gegenüber Gemma, doch er ist nach wie vor von Vics Person fasziniert und ist von ihr angenehm überrascht. Kincaid durchlebt viele verschiedene Gefühle in diesem Roman von traurig über zornig.

Sergeant Gemma James: Gemma und Duncan führen eine mehr oder weniger schwierige Beziehung, die sie ihren Job kosten könnte. Sie ist sehr liebevoll und einfühlsam, obwohl sie auch ihren Groll offen zeigt. Gemma ist ein wenig eifersüchtig wegen Vic und sie ermahnt sich immer wieder Kincaid zu vertrauen. Zu ihrem Sohn Toby hat sie eine starke Beziehung und jedes Mal plagt sie das schlechte Gewissen ihn Freunden zu überlassen während sie arbeiten muss.

Dr. Victoria McClellan: Vic ist Literaturwissenschaftlerin und fasziniert von der Lyrikerin Lydia Brook. Obwohl sie die englische Sitte wahrt und erst zurückhaltend, reserviert und sehr zerbrechlich wirkt, ist sie in ihrer Arbeit sehr passioniert und hartnäckig. Sie will ein Buch über Brook schaffen, das allen Frauen Mut machen und die Stärke der Frau zeigen soll, sozusagen um ein Vorbild für die Gesellschaft zu schaffen. Mit ihrem Exmann Ian McClellan hat sie einen Sohn.

Christopher ,,Kit" McClellan: Kit ist Vics Sohn, der sehr verspielt und jungenhaft ist. Hinter der kindlichen Fassade steckt ein intelligenter Kopf, der sehr gerne aber auch seinen Hobbies wie Computerspielen nachgeht. Er ist offen und sehr tierlieb.

Lydia Brook: Die Lyrikerin hat eine harte Zeit hinter sich. Nach 3 Selbstmordversuchen, scheint der endgültig gelungene ,,Selbstmord" für nicht gerade unwahrscheinlich. Lydia war einst eine sehr temperamentvolle Frau, die durch ihre Depressionen nach und nach den Lebensmut verloren hat. Sie ist Vics großes Vorbild.

Morgan Ashby: Lydias Witwer hat mit ihr in Camebridge studiert und war immer hin und weg von ihr. Er hat für sie sehr geschwärmt, doch über die Jahre ist er sehr verbitterte und gewalttätig geworden. Ihn wundert der Selbstmord nicht.

Adam Lamb: Heute ist er Pfarrer und betreut viele bedürftige Menschen. Eine gewisse Zeit hat er auch im Ausland geholfen und von Lydias Selbstmord erst spät erfahren. Er ist sehr einfühlsam und hat immer ein offenes Ohr. Sein bester Freund ist Nathan Winter.

Daphne Morris: Lydias beste Freundin, die sie in Camebridge kennengelernt hat, vermisst ihre Freundin bis heute. Sie verband ein starkes Band, da sie sowohl gute vertraue Freunde waren, als auch ihre Passion für die Lyrik teilten. Nun leitet sie eine Mädchenschule und will mit der Vergangenheit abschließen.

Nathan Winter: Der attraktive Nathan ist auch schon verwitwet und leidet unter dem Verlust sehr. Auch er ist sehr angetan von guten Romanen und klassischer Literatur. Nathan hat viel für Vic übrig, seitdem sie ihn besucht hat, um Fragen über Lydia zu stellen. Er vertraut sich Adam oft an.

Ian McClellan: Vics Exmann, der sie Hals über Kopf verlassen hat, genauso wie sie es mit Kincaid in der Vergangeheit getan hat, hat sich nach der Trennung ins Ausland abgesetzt und hat auch nicht vor wieder zurückzukehren. Sein Kind Kit ist ihm völlig egal.

Schreibstil

Wie immer werden die veschiedenen Blickwinkel gegeben dadurch, dass man verschiedene Szenarien mit den handelden Personen durchlebt. Dabei sind die handelden Personen nicht nur Kincaid oder James, sondern auch alle Verdächtigen und auch mal die Opfer. Crombie kann die gute reservierte englische Art real rüberbringen und baut eine stetige Spannung auf, die dem roten Faden, durch das Buch, folgt. Ebenfalls gibt es Briefe von Lydia Brook, die sie an ihre Mutter richtet.

Fazit

Ein Krimi von Crombie ist für mich von grundauf schon gut, denn bisher hat mich keiner von ihnen enttäuscht. Ich findes es schön, dass viel klassische Literatur und Lyrik eingebaut wird und in dem Fall auch keine unwichtige Rolle spielt, was zeigt, dass Crombie gut recherchiert hat.
Auch die private Geschichte von Kincaid und James, die sich durch die Bücher zieht, ist spannend und unterhaltsam wie immer.
Ich persönlich kann das Buch nur empfehlen, auch wenn man es durch seine komplexe Art nicht in einem Tag verschlingen kann. Es hat mich sehr unterhalten und auch das Mitraten war aufregend wie sonst auch.

Ich gebe ,,Das verlorene Gedicht" 4,5 von 5 Sternen.

Bis zum nächsten Mal und viel Spaß mit dem Krimi.
Eure Chi

Dienstag, 24. Februar 2015

Wen die Erinnerung trügt- Deborah Crombie

Hallo an alle Lesebegeisterten,

heute möchte ich euch den 12. Band von der berühmten Kincaid-James-Reihe von Deborah Crombie vorstellen und anschließend bewerten. ,,Wen die Erinnerungen trügt" wurde 2009 beim Wilhelm Goldmann Verlag veröffentlicht, umfasst 378 Seiten und fällt unter das Genre Krimi.
Cover von ,,Wen die Erinnerung trügt"

Klappentext

,,Als Erika Rosenthal 1939 aus Berlin floh, wurde ihr eine wertvolle Brosche gestohlen. Nun, fast 70 Jahre später, wird das Schmuckstück in einem bekannten Londoner Auktionshaus angeboten. Erika bittet ihre Freundin Inspector Gemma James herauszufinden, in wessen Besitz zurzeit befindet. Doch kurz nachdem Gemma die Mitarbeiterin des Auktionshauses befragt hat, wird diese überfahren. War es Mord? Bei ihren Nachforschungen stoßen Gemma und ihr Mann und Kollege Superintendent Duncan Kincaid auf ein grausames Geheimnis in Erikas Vergangenheit..."

Story

Durch einen Nachbarn gerät ein Katalog des berühmten Auktionhauses in Erikas Hände und schockiert sie zutiefst, denn ihre verlorengeglaubte Brosche, die sie während des Krieges verloren hat, taucht genau in diesem Katalog als seltenes Schmuckstück auf. Erika ringt mit sich selbst, doch entschließt sich Gemma um einen Gefallen zu bitten. Inspector James soll das Auktionshaus aufsuchen und herausfinden wo man die Brosche gefunden hat und urplötzlich wird kurzdarauf die junge Frau aus dem Auktionshaus auf der Straße überfahren. Bald darauf wird dieser Fall Angelegenheit der Scotland Yard und landet in Kincaids Händen. Schon bald werden die wahren Hintergründe klar und es könnte so schon für Erika zu spät sein.

Charaktere

Superintendent Duncan Kincaid: Duncan kümmert sich um die Kinder, den Haushalt und mühevoll um seinen Job, da er den Fall der überfahrenen Frau übernimmt. Er glaubt nicht an Zufälle und will am liebsten die Fälle ganz schnell lösen. Die unbeliebte Arbeit wälzt er auf seinen Kollegen Doug Cullen ab.

Inspector Gemma James: Gemma hat eigentlich frei, da ihre Mutter Vic im Krankenhaus liegt. Sie fühlt sich von ihrer Schwester und ihrem Vater ungeliebt und trägt immer noch Ängste in sich. Manchmal kommt sie sich wie eine Rabenmutter vor, da sie so brennend an dem Fall, den Kincaid übernommen hat, interessiert ist und so auch ihre Freizeit in Recherche steckt.

Erika Rosenthal: Erika ist eine nette alte Dame, die 1939 aus Deutschland floh, da sie eine Jüdin ist. Zusammen mit ihrem Ehemann David verließ sie das Land und musste ihren Vater zurücklassen, der ihr eine selbstgemachte Brosche zum Abschied schenkte. Sie hat ein gutes Verhältnis zu Gemma und den Kindern.

David Rosenthal: Erikas Ehemann war Dozent an der Uni und hat sich in seine Studentin Erika verliebt. Er kann nicht vergessen was in Deutschland während des Krieges passiert ist und will die Schulidgen finden und ihre Strafe zukommen lassen. Er ist seit über 50 Jahren tot.

Sergeant Doug Cullen: Kincaids Partner ist noch jung und handelt bei Verhören etwas voreilig und unklug. Trotzdem sieht Kincaid in ihm großes Potenzial. Er ist etwas schüchtern, mag Automodelle und hat bei Frauen oft Pech.

PC Melody Talbot: Gemmas Ermittlungspartnerin kommt aus gehobenen Verhältnissen und hat es nicht immer ganz so leicht auf der Arbeit. Sie bewundert Gemma und arbeitet gern mit ihr, dabei weiß man nie ob sie mehr als nur Freundschaft für sie empfindet. Melody streitet sich oft mit Doug Cullen.

Kristin Cahill: Die junge Frau arbeitet im Auktionshaus und hat die Versteigerung zur Brosche bearbeitet. Sie kennt den Besitzer der Brosche, ist jedoch sehr unsicher, ob sie die Daten weitergeben will. Kristin wird von ihrem Chef unterdrückt und hat viele heimliche Verehrer. Sie trennt sich von ihrem Freund Dominic Scott.

Dominic Scott: Der superreiche Sohn einer berühmten Familie in England, deren Name das wichtigste auf der Welt ist. Ebenso berüchtigt wie sein Nachname ist sein Name bei der Polizei, da er so einige Verbrechen geleistet hat. Er ist mit Kristin zusammen und hat etwas mit der Brosche zu tun.

Mr.Khan: Kristins penibler Boss, der den Namen des Auktionshaus wahren will, geht sehr streng mit dem Personal um und will die Brosche nicht aus der Versteigerung herausnehmen. Er ist derjenige, der Kristin davon abhält Gemma Daten über die Brosche und den Besitzer zu geben.

Oliver Giles: Kristins Arbeitskollege kümmert sich um die Gebote bei den Auktionen und ist in Kristin verliebt. Er ist ein Hundenarr und anscheinend etwas schüchtern.

Harry Pevensey: Ein drittklassiger Schauspieler, der genre Lügenmärchen erzählt und in Kontakt mit Kristin und Dominic steht. Er hat ebenfalls etwas mit der Brosche zu tun und scheint ziemlich geldgierig zu sein.

Schreibstil

Crombie schafft es immer wieder den Leser durch ihre Erzählweise in ihren Bann zu ziehen und die Spannung zu halten. Man bekommt Einblicke aus Duncans, aber auch Gemmas Sicht, die jeweils den Fall anders beleuchten und anders herangehen. Auch sieht man die Perspektiven von Doug und Melody. Alles ist jedoch nicht in der Ich-Perspektive geschrieben, da es ein allwissender Erzähler ist. Die gute englische Art kommt sofort rüber und man kann das Gebäck und den Earl Grey förmlich während des Lesens riechen.
Crombie verbindet 2 Fälle miteinander so genial, wie ich es noch nie gelesen habe, denn die kursiv gedruckte Schirft erzählt von einem Mordfall vor über 50 Jahren und vermittelt einen klassischen britischen Flare wie aus einem schwarz-weiß Film.

Fazit

Leider lag ich mit meiner Vermutung über den Täter mal wieder falsch, jedoch war ich umso mehr verwundert über den eigentlichen Täter, dessen Identität ich natürlich nicht preisgebe.
Mir gefällt die Geschichte sehr gut und ebenfalls wie die Einflüsse aus der deutschen Geschichte miteinbezogen werden. Die parallele Zeitlinie ist total spannend und regt zum Weiterlesen an. Ich habe das Buch im Nu verschlungen, da ich unbedingt wissen wollte wer der Täter ist und es mir in den Fingern brannte wie die Geschichte fortlaufen  und in wiefern die anderen Zeitlinie eine Rolle für den gegenwärtigen Fall spielen würde. Ich kann diesen Krimi, sowie die anderen Bände aus der Kincaid-James-Reihe nur wärmstens empfehlen.

Ich gebe ,,Wen die Erinnerung trügt" 5 von 5 Sternen.

Bis zum nächsten Mal und viel Spaß mit dem Buch.
Eure Chi

Montag, 19. Januar 2015

Alles wird gut- Deborah Crombie

Hallo an alle Lesebegeisterte,
heute möchte ich euch den 2. Band der Kincaid-James-Krimi-Reihe von Deborah Crombie vorstellen und anschließend bewerten. ,,Alles wird gut" wurde 1995 beim Wilhelm-Goldmann-Verlag veröffentlicht und umfasst 286 Seiten.

Cover von ,,Alles wird gut"

Klappentext

,,Als die schwerkranke Jasmine Dent stirbt, ist niemand sonderlich verwundert. Einzig ihr Nachbar Superintendent Duncan Kincaid glaubt nicht an einen natürlichen Tod. Er ordnet eine Obduktion an, die eine Überdosis Morphium als Todesursache ergibt. Selbstmord, Sterbehilfe oder gar Mord?
Zusammen mit seiner Assistentin Sergeant Gemma James nimmt Kincaid die Ermittlungen auf und stößt schnell auf eine ganze Reihe von Verdächtigen..."

Inhalt

Jasmine Dent hat Krebs und weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Durch ihre Besucher wie den Major, Kollegin Margaret und Superintendent Duncan Kincaid fühlt sie sich trotzdem jeden Tag lebendig und noch wichtig. Als Jasmine morgens tot in der Wohnung gefunden wird, ist Kincaid der Erste, der einen Selbstmord ausschließt, da er es sich bei einer Person wie Jasmine nicht vorstellen kann. Während den Ermittlungen stoßen James und Kincaid auf eine Menge Personen, die einen Grund hätten Jasmine das Licht des Lebens auszublasen. Doch kann es sich sein, dass Jasmine sich doch den Tod nach all dem Schmerz gewünscht hat oder gab es da tatsächlich einen Mord?

Personene

Duncan Kincaid: Der charmante Superintendent kann es nicht glauben, dass Jasmine einfach tot ist und fordert eine Obduktion, da er einen Selbstmord ausschließt. Er hält stark an seiner Vermutung fest und verzweifelt fast, dass er nicht wirklich in dem Fall weiterkommt. Gemma ist ihm eine große Hilfe und er hat eine gute Beziehung zu seiner Kollegin.

Gemma James: Gemma hilft Duncan wirklich gern, da ihre Gefühlswelt jedoch in seiner Nähe etwas aus den Fugen gerät, stellt sie ihre Kompetenz kurz infrage. Sie hat Sorge um Toby, da sie das Haus nicht halten kann und Job und Kind nicht länger unter einen Hut bringen kann. Und auch von ihrer Familie fühlt sie sich missverstanden, die Gemmas Beruf wirklich missachten.

Jasmine Dent: Jasmine steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag und weiß, dass sie ihren nächsten sicherlich nicht erleben wird. Sie liebt ihren Kater sehr und hat ein Auge für Exotisches. Sie hat ihre Kindheit in Indien verbracht und lebt nun in England. Sie ist zielstrebig und gewissenhaft gewesen.

Margaret Bellamy : Jasmines frühere Kollegin macht sich sehr viele Sorgen um ihre Freundin und wurde gebeten ihr beim Sterben behilflich zu sein. Margaret ist sehr unsicher und wird von ihrem Freund Roger unterdrückt.

Theo Dent: Jasmines Bruder hat ein Geschäft mit wertvollen Antiquitäten und hatte schon länger keinen Kontakt zu seiner Schwester. Er hat öfters Geldprobleme.

Der Major: Der ältere Herr wohnt in demselben Haus wie Jasmine und Duncan und kümmert sich um die Blumen im Garten. Er liebt Blumen und gedenkt durch diese an Jasmine. Er kannte Jasmine gut und hat auch eine unverhoffte Vergangenheit im Zusammenhang mit Indien.

Felicity Howarths: Jasmines Pfelgerin kommt immer pünktlich und kennt ihre Patientin privater als ihr lieb ist. Sie stellt Jasmine das Morphium zur Verfügung und hat ihre Bitte, mehr zu bekommen, abgelehnt.

Roger Leveson-Gower: Roger stammt aus reichem Hause und ist mit Margaret zusammen. Er ist jung, attraktiv, ein wenig schmierig und hat Geld. Er unterdrückt Margaret, die er ,,Meg" nennt, mit seiner dominanten Art und missfällt damit Kincaid.

Schreibstil

Wie immer ist der Schreibstil sehr gefühlvoll und real übermittelt. Die Handlung ist sehr spannend und man kann sich die Szenen wirklich gut mit allen Beteiligten und ihren individuellen Gefühlen vorstellen. Auch Jasmines Tagebucheinträge werfen einen anderen Blickwinkel auf den Plot und entführt den Leser in Jasmines Gedankenwelt.

Fazit

Das Buch ist unheimlich spannend und unberechnend. Der Plot ist sehr toll und auch die Gedanken von Kincaid, die sich nur um diesen Tod drehen, kann man nachvollziehen und geben neue Einblicke zu dem Charakter selbst.
Die Beziehung, die sich zwischen Kincaid und James anbahnt ist ebenfalls irgendwie auf ihre Weise spannend. Ich persönlich kann das Buch nur empfehlen, sowie jeden weiteren Band dieser Krimi-Reihe.

Ich gebe ,,Alles wird gut" 4,5 von 5 Sternen.

Bis zum nächsten Mal und viel Spaß mit ,,Alles wird gut".
Eure Chi

Sonntag, 18. Januar 2015

Das Hotel im Moor- Deborah Crombie

Hallo an alle Krimi-fans,

heute möchte ich euch einen wirklich tollen Krimi vorstellen, der der Anfang einer einfach tollen Roman-Reihe darstellt.
,, Das Hotel im Moor" ist der 1. Band der Kincaid-James-Reihe und erschien 1994 beim Wilhelm-Goldmann-Verlag. Das Werk umfasst 280 Seiten.

Cover von ,,Das Hotel im Moor"
Klappentext

,,Gerade hat es sich Superintendent Duncan Kincaid mit ein paar Büchern in einem abgelegenen Hotel gemütlich gemacht, da fischt man einen toten Angstellten aus dem Pool. Alles spricht dafür, dass der Mörder unter den Hotelgästen zu finden ist. Kincaid schaltet seine Mitarbeiterin Gemma James ein, die verblüffende Verbindungen zwischen dem Opfer und den Verdächtigen zutage fördert. Da geschieht ein zweiter Mord."


Inhalt

Superintendent Duncan Kincaid tritt anstelle seines Vaters und verbringt eine Woche im Zimmer eines Hotels, das ein timesharing-System betreibt, bei dem alle Hotelgäste sich bei Dinnern oder anderen Aktivitäten näher kennenlernen sollen. Obwohl Kincaid sich einen erholsamen Urlaub fernab seiner Kriminalfälle vorstellt, geschieht ein Mord am Pool und ein angenommener Selbstmord erscheint dem Superintendent auch nicht so ganz wahrscheinlich. Sein Urlaub entpuppt sich als kniffliger Fall.

Personen

Duncan Kincaid: Der Superintendent ist bereits in einem reifen Alter, geschieden und ziemlich gut in seinem Gebiet. Er ist clever und fügt viele Indizien zusammen. Kincaid ist sehr charmant und kann somit auch die Frauenwelt für sich begeistern. Er hat Interesse an Dr. Percy.

Gemma James: Sargent James ist eine junge attraktive Frau, die ihren Mann im Alltag steht. Ihre roten Haare und ihre helle Haut sind ziemlich auffällig, ebenfalls sollte man sich von ihrer zierlichen Erscheinung nicht täuschen lassen. Sie ist geschieden und hat einen kleinen Sohn namens Toby. Gemma ist ziemlich intelligent und lockt aus einigen Menschen geschickt aus dem Gespräch heraus Details hinaus.

Cassie Whitlake: Die 30-jährige Cassie ist hübsch und leitet das Hotel. Sie ist ziemlich temperamentvoll und streitet sich des öfteren mit ihrem Kollegen Sebastian.

Hannah Alcock: Die ältere Dame ist sehr freundlich und kennt die gewohnten Sitten einer englischen Dame. Sie arbeitet ehrenamtlich in einem Krankenhaus und ist sehr hilfsbereit. Hannah mag Kincaid wirklich sehr und ist sich ihren Gefühlen unsicher.

Angela Frazer: Die junge Angela ist gerade im Teenageralter und ist in einer rebellischen Phase. Sie hat keine Lust auf den Hoteltrip und ist mit ihrem Vater Graham im Hotel. Sie redet des öfteren mit Kincaid und vertraut sich ihm an.

Penelope und Emma McKenzie: Die beiden Schwestern machen einen Erholungsurlaub im Hotel, da ihr Vater, den sie lange Zeit gepfelgt hatten, nun gestorben ist. Penny achtet sehr auf ihre kleine Schwester Emma und ist stets besorgt. Emma hingegen ist sehr gleichgültig und will die Vögel in der Umgebung beobachten.

Anne Percy: Die Doktorantin ist die einzige im Ort und muss nun einspringen bis ein Gerichtsmediziner angereist ist. Sie ist sehr attraktiv und hat Familie.

Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr lebhaft und detailliert. Man kann sich nicht nur die Umgebung sehr gut vorstellen, sondern auch die Gefühlswelt der Personen. Die Inszenierungen sind einzigartig und Crombie schafft es immer wieder den Leser zu bannen und zu überraschen.

Fazit

Der Band ist sehr spannend und hat einen super Plot. Man entwickelt Sympathien für die Charaktere und fiebert mit, sodass man einige Charaktere bemitleidet oder hofft, dass sie nicht sterben.
Ebenfalls ist der Schauplatz, also das Hotel, raffiniert ausgewählt, da der Fantasy einiges offenbleibt und es guten Orte gibt, um einen Mord zu inszenieren.
Von dem Ende bin ich sehr überrascht worden und lag mit meiner Vermutung meilenweit weg. ;)
Zum Schluss muss ich sagen, dass dieses Buch eine Empfehlung wert ist für die, die Krimis lieben.

Das Werk bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen.

Bis zum nächsten Mal und viel Spaß mit ,,Das Hotel im Moor".
Eure Chi

Samstag, 5. Juli 2014

Prime Time- Liza Marklund

Hallo an alle Lesebegeisterte,

heute möchte ich euch den Krimi ,,Prime Time" von Liza Marklund, der 2005 beim Rowohlt Taschenbuchverlag veröffentlicht worden ist, vorstellen und anschließend bewerten. Der Krimi umfasst 414 Seiten.

Cover von ,,Prime Time" von Liza Marklund
Klappentext

,, Schwedens erfolgreichste Fernsehmoderatorin
ist ermordet worden. Ein abgelegenes Schloss
außerhalb Stockholms ist der Tatort.
Als Journalistin Annika Bengtzon dort ankommt,
trifft sie auf die High Society des schwedischen
Fernsehens. Und jeder Anwesende scheint
ein Motiv gehabt zu haben."

Inhalt

Annika Bengtzon möchte im Mittsommer
mit ihrem Freund und den zwei Kindern Urlaub
machen, als sie plötzlich der Anruf ihres
Vorgesetzten zu einem spektakulärem Fall
ruft. Die Fernsehmoderatorin Michelle
Carlsson ist ermordet worden und alle
Beteiligten scheinen in der Tatnacht
Rückseite
betrunken gewesen zu sein.
Alle haben ein Motiv, doch nur einer
kann der Mörder sein.
Doch von den offiziellen 11 Verdächtigen,
ist eine Annikas beste Freundin und sie
scheint sich an nichts erinnern zu können...
nur an eine Schusswaffe.

Personen

Annika Bengtzon: Sie ist Journalistin und wohnt in Schweden. Annika arbeitet beim Abendblatt und ist in ihrem Beruf besonders geschickt und penetrant. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, fühlt sich jedoch schuldig in Hinblick auf ihren versäumten Urlaub und hat dadurch Streit mit ihrem Freund Thomas.

Thomas Samuelsson: Ist Annikas Lebensgefährte und wegen ihrer Schwangerschaft zu ihr gezogen, hat dann eine Familie mit ihr gegründet. Er will sie nicht heiraten und trauert seinem alten Leben und seiner Ex-Frau hinterher.

Anne Snapphane: Sie ist beim Fernsehn tätig und Annikas beste Freundin. Sie steht unter Tatverdacht und kann sich an nichts mehr erinnern. Anne hat eine kleine Tochter und lebt mit ihrem Lebensgefährten zusammen.

Michelle Carlsson: Der berühmte Fernsehstar hat es faustdick hinter den Ohren und braucht Starallüren. Sie ist ein Talent, das nun tot in dem Fernsehbus gefunden worden ist.

John Essex: Ein Rockstar aus Schweden, der der geheime Gast bei Michelles Sendung war. Er hat viele Tattoos und legt Manieren eines Rockstars an den Tag.

Anders Schyman: Annikas Vorgesetzter setzt alle Karten auf sie und hat einen Verdacht gegenüber dem Chefredakteur des Abendblatts.

Schreibstil

Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht eines der betroffenen Personen, Annika oder Thomas geschildert, jedoch nicht aus der Ich-Perspektive, sondern des auktorialen Erzählers. Die Abschnitte befassen sich abwechselnd mit dem Fall, der Redaktion und dem Privatleben von Annika.

Fazit

,,Prime Time" hat eine interessante Story, die mit den Eindrücken der verschiedenen Betroffenen spannend gemacht wird. Auch Annikas Privatleben wird oft thematisiert, was jedoch irgendwann dem Fall die Aufmerksamkeit stiehlt. Teilweise wird es etwas langatmig, besonders durch die Redaktion, und der Fall scheint für einige Zeit in Vergessenheit zu geraten. Es tauchen ebenfalls viele unaussprechbare Worte auf, die jedoch im Hinblick auf die Story nicht negative Auswirkungen haben. Im Endeffekt ist das Buch spannend, für mich jedoch ist der Fall zu einfach gelöst worden.

Der Krimi ,,Prime Time" bekommt von mir 3,5 von 5 Sternen und ist ein gutes Buch für zwischendurch, das interessant, aber trotzdem oft langatmig ist.

Bis zum nächsten Mal und viel Spaß mit ,,Prime Time".
Eure Chi

Mittwoch, 4. Juni 2014

Denn nie bist du allein- Deborah Crombie

Hallo an alle Lesebegeisterte,

heute möchte ich euch den Krimi ,,Denn nie bist du allein" von Deborah Crombie vorstellen und anschließend bewerten. Das Buch wurde 2005 beim Goldmann Verlag veröffentlicht und umfasst 447 Seiten. Es ist der 10. Band der Kincaid-James-Reihe.

Klappentext

Cover von ,,Denn nie bist du allein" von Deborah Crombie
,, In einem alten Lagerhaus am südlichen Themseufer in London wird die verbrannte Leiche einer jungen Frau gefunden. Eine erste Spur führt Superintendent Duncan Kincaid in ein Frauenhaus. Dort wird allerdings keine Bewohnerin vermisst. Rose Kearny, die Feuerwehrfrau, die die Leiche entdeckt hatte, ermittelt parallel zu Kincaid auf eigene Faust- und kommt der Wahrheit dabei gefährlich nahe.
Zur selben Zeit befasst sich Kincaids Lebensgefährtin Inspector Gemma James mit einer Vermisstensache. Ist die verschwundene Elaine die Tote aus dem Lagerhaus? Die wahre Verbindung der beiden Fälle erkennen Kincaid und James erst spät- vielleicht zu spät für ein kleines Mädchen, das in Lebensgefahr schwebt..."

Rückseite

Inhalt

Superintendent Duncan Kincaid wird ein Fall übertragen, der sich mit einem Brand in einem nahegelegenen Lagerhaus beschäftigt, bei dem es ein Todesopfer gab. Die Ermittlungen schließen nicht aus, dass der Brand ein Unfall war und wecken damit das Interesse von Feuerwehrfrau Rose Kearny, die daran glaubt, dass es sich um Brandstiftung handelt und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei findet sie ein wichtiges Detail heraus, doch niemand schenkt ihr Aufmerksamkeit.
Währendessen wird eine Krankenschwester namens Elaine Hollande als vermisst gemeldet, ebenso wie die kleine Harriet. Doch als auch noch ein kandidierender Politiker ins Visier der Scotland Yard gerät, scheint die Verzwickung des Falls perfekt. Doch handelt es sich bei der Toten wirklich um Elaine und wer hat Harriet entführt? Was hat dabei der Politiker Yarwood zutun und in welcher Verbindung zum Fall steht das Frauenhaus?

Der Inhalt hat sofort mein Interesse geweckt, obwohl ich nicht die typische Krimi-Leserin bin.

Personen

Duncan Kincaid: Der 50-jährige Superintendent arbeitet bei der Scotland Yard und ist ziemlich gut in seinem Job. Er liebt Leute zu verhören und ermittelt mit Leidenschaft. Kincaid ist sehr nett und wird von vielen als charmant eingeschätzt. Sein Partner Cullen schätzt ihn sehr.

Gemma James: Kincaids Lebensgefährtin ist Inspector und arbeitet an einem Fall eines vermissten Kinds. Sie selbst hat persönliche Probleme mit ihrer Fehlgeburt und dem Sorgerechtsstreit um Kit. Sie ist einfühlsam und nett. Immer am Wohle anderer interessiert.

Doug Cullen: Kincaids Partner arbeitet ebenfalls für Scotland Yard und schwärmt von seinem Chef. Er ist naiv, aber trotzdem sehr intelligent. Er verguckt sich in DI Bell.

Rose Kearny: Die mutige Feuerwehrfrau lebt für ihre Arbeit und strebt nach Anerkennung im Männerberuf. Sie ist stark, jedoch von dem Fund der Leiche etwas schockiert. Rose ist eigensinnig und ermittelt auf eigene Gefahr.

Maura Bell: Der Detective Inspector ist etwas mürrisch drauf und gar nicht angetan vom Mitwirken der Scotland Yard. Sie ist sehr direkt und nicht allzu freundlich, trotzdem scheint sie eine gute Bindung zu Cullen aufzubauen.

Michael Yarwood: Der berühmte Politker mit dem Bulldoggengesicht ist sehr zurückhaltend und spielt sein typisches Politikerverhalten. Er vermisst seine Tochter Chloe seit Tagen und scheint etwas vor der Polizei zu verbergen. Ihm gehört das abgebrannte Lagerhaus.

Harriet Navak: Die 10-jährige ist sehr lieb und verarbeitet gerade die Scheidung ihrer Eltern. Sie liebt ihre Eltern sehr, doch es macht sie traurig, dass sie ihren Vater nicht mehr sehen darf. Harriet wird entführt und macht eine traurige Zeit durch.

Winifred Catesby Montfort: Reverend Winnie ist zu einer anderen Gemeinde gewechselt und wird unerwartet in einen Fall mit eingebunden, da sie einem Gemeindemitglied hilft eine Vermisstenanzeige aufzugeben. Natürlich hilft die Frau von Duncans Cousin der Polizei wo sie nur kann.

Laura und Tony Novak: Die Eltern von Harriet arbeiten beide im Guy's Hospital und streiten sich oft. Beiden haben die Absicht nach der Scheidung alleine mit Harriet abzuhauen. Laura ist sehr sozial engagiert.

Elaine Hollande: Die zurückhaltende Krankenschwester Elaine, die im Guy's Hospital arbeitet, wird als vermisst gemeldet und scheint ein reizvolles Doppelleben geführt zu haben.

Chloe Yarwood: Die Tochter von Michael Yarwood weiß wie man sich durchschnorrt und hat damit den Zorn ihres Vaters auf sich gezogen. Sie wurde am Tatort gesichtet, jedoch bleibt sie verschwunden.

Kath Warren und Jason Nesbitt:  Die zwei sind Verwalter des Frauenhauses, das direkt gegenüber des brennenden Lagerhauses liegt. Bei ihnen findet man die erste Zeugin.

Fanny Liu: Die im Rollstuhl sitzende Fanny ist die Mitbewohnerin von Elaine und war früher ebenfalls Krankenschwester. Sie scheint Elaine zu vertrauen, da sie ihre einzige Bezugsperson ist, die ihr hilft.

Kit und Toby: Die Söhne von Gemma und Duncan, jedoch gibt es einen Sorgerechtsstreit zwischen Duncan und Kits Großeltern, da er angeblich nicht Duncans Kind sein soll. Gemma und Duncan haben kein gemeinsames Kind.

Es sind vielleicht viele Personen, aber man hat sich schnell an diese gewöhnt und da nicht alle gleichzeitig auftauchen ist es doch einfach zu differenzieren.

Schreibstil

Es wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Hauptsächlich natürlich aus Duncans und Gemmas Sicht, jedoch auch aus der Sicht von Rose,Winnie, Maura, Doug, Harriet, Yarwood und dem Täter selbst. Diese vielen Ansichten machen alles sehr spannend und da man die Gedanken des Täters kennt, weiß der Leser vielleicht ein wenig mehr als die handelnden Personen, was eine Spannung auslöst. Ständig werden Probleme gelöst, dabei kommen jedoch neue Fragen hinzu bis sich alle Puzzleteile zusammenfügen. Der Spannungsverlauf wird konstant gehalten.

Fazit

Die Story ist toll und wie die einzelnen Anhaltspunkte wie Häppchen serviert werden. Man kann selber mitraten und ist ständig gespannt. Auch die realistischen Bedingungen finde ich gut, besonders in Hinblick auf Kincaids und Gemmas Familiensituation. Das Einzige, was nur teilweise zufriedenstellend ist, ist das Ende, jedoch werde ich hier keine Details verraten. ;)

Ich gebe dem Krimi ,,Du bist nie allein" 4 von 5 Sternen, da es ein super Krimi mit vielen Puzzleteilen unter realen Bedinungen ist, jedoch das Ende für den ein oder anderen nicht so befriedigend sein könnte.

Bis zum nächsten Mal und viel Spaß mit ,,Denn nie bist du allein".
Eure Chi

Freitag, 14. Februar 2014

Whisper - Isabel Abedi

Hallo an alle Lesebegeisterte!

Heute möchte ich euch den Jugendkrimi ,,Whisper" von Isabel Abedi vorstellen und anschließend bewerten. Das Buch wurde 2005 beim Arena-Verlag veröffentlicht und umfasst 274 Seiten.


                    Klappentext
Cover von ,,Whisper"

,, Eine unwirkliche Stille liegt über Whisper, dem alten Haus, in dem Noa ihre Ferien verbringen soll. Das alte Gebäude birgt ein Geheimnis über das niemand im Dorf spricht. Furcht und neugierige Erwartungen führen Noa immer tiefer auf die Spur eines rätselhaften Verbrechens. Gemeinsam mit David nähert sich Noa der Wahrheit eines nie geklärten Mordes..."


                           Inhalt

Rückseite von ,,Whisper"
So hat sich Noa sicher nicht ihre Ferien vorgestellt. Von der Großstadt Berlin in ein kleines Dorf, in dem Noas Mutter Kat ein heruntergekommenes Haus gekauft hat. Während Noa, ihre Mutter und Gilbert, Kats Freund, das Haus besichtigen, fallen Noa komische Zufälligkeiten auf, die sich später als weitaus bedeutend entpuppen. Sie machen daraufhin einen Rundgang im kleinen Dorf, das bereits eine eingeschworene Bürgerschaft hat und die Bande nicht ganz so freundlich in Empfang nimmt, wie sie sich es am Anfang erhofft hatten. Schon bald stößt noch der Wirtshausjunge David dazu, der bei den Renovierungsarbeiten helfen soll und  zusammen mit Noa den Mysterien des Hauses auf die Schliche kommt, indem sie eine Geisterbeschwörung durchführen und dann noch ein Tagebuch finden.

Ebenfalls muss ich anmerken, dass am Anfang eines jeden Kapitels ein Tagebucheintrag erscheint, indem sich eine gewisse junge Frau namens Eliza über ihr Leben beschwert.

                                                                       Personen

Die Personen in ,,Whisper" sind sehr durchschnittlich und auf das Alltagsleben angepasst. Sie sind keine starken Individuen, sondern verkörpern eher ihre Altersgruppe oder gewisse Einstellungen im Leben.
Noa ist ein sehr freches Mädchen, das sich auch mal gerne ihrer Mutter wiedersetzt, da sie diese nicht ernst nimmt. Sie ist neugierig und schnell gelangweilt, ebenfalls oft genervt, besonders am Anfang des Buches, als sie ihre Ferien auf dem Dorf verbringen  und sich damit abfinden muss. Noa verkörpert den typisch zickigen Teenie.
Kat ist keine normale Mutter. Sie ist Schauspielerin und baut ihre ungewöhnlich abgefahrene Kreativität und Rollenspiele im Alltag ein und schauspielert den gesamten Tag. Sie ist keine strenge Mutter, sonder eher lässig und versucht cool zu sein. Man kann sie als laissez-faire bezeichnen. Außerdem sagt Kat meiner Meinung nach zu oft ,,Scheiße.".
Gilbert spielt keine große Rolle in dem Buch, jedoch wird sein Aberglaube, seine Unsicherheit und seine Angst oft geschildert.
David verkörpert ebenfalls den typisch ,,coolen" Jugendlichen. Es ist von Anfang an klar, dass Noa sich desinteressiert zeigt und dann doch Gefallen an ihm findet. David hilft bei dem Umbau des Hauses und ist sehr hilfsbereit. Ebenfalls steckt unter seiner coolen Fassade auch ein verletzlicher junger Mann, der eine nicht so schöne Familiengeschichte hat. Trotzdem ist es positiv, dass er sich gut um seinen behinderten Bruder Krümel kümmert und für ihn alles tun würde.       
Im Laufe der Geschichte lernt man noch viele Dorfbewohner kennen, die zum Teil nur bedingt wichtig sind, doch zu diesen Personen äußere ich mich mal nicht, da ich die Spannung nicht einschränken möchte.

                                                                       Schreibstil

Die Tagebucheinträge am Anfang der Kapitel sind aus der Sicht von der Verfasserin Eliza, doch die gesamte Romangeschichte wird aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschildert. Ebenfalls ist der Inhalt etwas auf Jugensprache getrimmt und nicht sehr sachlich. Allein, dass Kat gefühlte 100 Mal ,,Scheiße" sagt oder schreit, spricht für sich. Abedi beschreibt auch viele Eindrücke und Situationen schon fast zu ausführlich.

                                                                           Fazit

Whisper ist mal eine schöne Abwechslung und auch sehr gelungen für einen Jugendroman. Er ist nicht brutal, verharmlost aber auch nichts. Die Krimielemente sind wirklicht gut und ziehen sich fließend durch die gesamte Geschichte. Auch die aufkeimende Liebesgeschichte erscheint mir nicht als unlogisch und die Spannung und ein gewisses Misstrauen gegenüber der Bürger wird gebildet und aufrechterhalten. Ebenfalls ist ,,Whisper" nicht wirklich vorhersehbar, außer das mit der Liebesgeschichte, und man kann auch gut mitraten, wie man genau den Fall zu lösen hat. ( Ich nenne den Fall hier mal nicht, da sonst der gesamte Reiz weg wäre.)
Die Personen sind okay und für diesen Roman auch gar nicht anders denkbar, denn ihre typischen Verhaltensweisen haben im Verlauf ihren Sinn, z.B. Noas teeniehaftes Verhalten und ihre kindliche Neugierde.

Daher gebe ich dem Buch 3,5 von 5 Sternen, da es jetzt nicht mein Lieblingsbuch ist, aber trotzdem gelungen und eine tolle Abwechslung ist.


Wenn ihr das Buch schon gelesen habt: Habt ihr erraten, was es mit Eliza und der ganzes Whisper-Geschichte auf sich hatte? Hättet ihr das Ende geahnt? Fandet ihr es spannend?

Für die, die es nicht gelesen haben: Würdet ihr es jetzt noch lesen oder ist die Handlung für euch jetzt gar nicht mehr so spannend?

Bis zum nächsten Mal und viel Spaß mit dem Buch.

Eure Chi